Ein faszinierender Mix aus arabischem, andalusischen Jazz und Rock.
FOR FREE HANDS wird mit Manuel Podhostnik (SLO), Roberto Badoglio (I), Vladimir Karparov (BG) und Andreas Brunn (D) als Teil der in Berlin lebenden internationalen Jazz Community wahrgenommen. Mit Alaa Zouiten (MAR) kommt ein weiterer sehr interessanter Instrumentalist dazu, welcher die Musiktraditionen Marokkos und moderne Oud-Sounds gleichermaßen repräsentiert.
Andreas Brunn studierte an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar Gitarre und Musiktheorie. Beim Gitarrenkompositionswettbewerb Open Strings des Fachmagazins Akustik Gitarre gewann er mit seiner Komposition Two Faces den 1. Preis. Der Gitarrist konzertierte auf europäischen und asiatischen Festivals und arbeitete u.a. mit Uli Bartel, Mack Goldsbury, Ralf Siedhoff, Ferenc Snetberger, Stojan Yankoulov, Ateshan Husseinov und Petri Hakala. 2003 errang er ein Stipendium der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin für Studien in Bulgarien und 2008 ein Stipendium für einen Studienaufenthalt in Finnland.
Vladimir Karparov begann 1999 in der Hamburger Hochschule für Musik und Theater Jazz zu studieren. Im Jahr 2002 siedelte Karparov nach Berlin über und schloss sein Studium erfolgreich an der Berliner Hochschule für Musik Hanns Eisler ab. Der Saxophonist konzertierte und erspielte sich Preise auf europäischen, asiatischen und lateinamerikanischen Festivals. Vladimir Karparov arbeitet u.a. mit Theodosii Spassov, Jiggs Whigham, Gerard Presencer, Ivo Papasov, Kenny Wheeler, Okay Temiz, John Hollenbeck, Gebhard Ullmann, Peter Herbolzheimer, Martin Lubenov und Stoyan Yankoulov.
Manuel Podhostnik, in Slowenien geboren, ist ein Künstler, dessen musikalische Reise stark von seinen Wurzeln beeinflusst ist. Er schöpft Inspiration aus der reichen kulturellen Vielfalt des Balkans. Diese regionale Verbindung zeigt sich in seiner Musik, in der er Elemente und Klänge aus der vielfältigen musikalischen Tradition des Balkans integriert. Manuel Podhostniks künstlerische Ausdrucksform ist stark von der Natur des Jazz in seiner essentiellen Form beeinflusst. Diese Ausrichtung ermöglicht es ihm, sich als Künstler authentisch auszudrücken. Seine Arbeit zeichnet sich durch die Erkundung, Entwicklung und das Überschreiten mentaler Grenzen auf dem Schlagzeug aus.
Roberto Badoglio wurde 1984 geboren und begann nach einem Klavierstudium für einige Jahre Bass zu spielen. Mit 16 Jahren nahm er Privatunterricht in Frankreich bei Dominique Di Piazza und in New York bei Matthew Garrison und Skuli Sverrisson. 2005/06 besuchte er das Berklee College of Music in Boston, wo er auch Gelegenheit hatte, privat mit dem Posaunisten Hal Crook zu studieren und mit der renommierten Pianistin Joanne Brackeen in ihrem Ensemble zu spielen. Nach Berklee zog er nach NY City, schloss sich der Band der Popsängerin Adama an und spielte weiterhin in der Stadt und auf internationalen Tourneen mit vielen großen Musikern der New Yorker Szene, wie Louis Cato, Marko Djordjevic, Brad und Eliot Mason, Hara Garacci. und viele andere. Während dieser Zeit nahm er sein erstes Soloalbum „Re-Evaluation Time“ auf und veröffentlichte es 2010. Roberto lebt derzeit in Berlin und führt die internationale Band Beyond Turbines zusammen mit Bjössi Klütsch an der Gitarre, Steve Hunt an den Tasten und Virgil Donati am Schlagzeug an.
Alaa Zouiten wurde in Casablanca, Marokko, geboren. Dort begann seine musikalische Karriere zum Meister an der Oud, der arabischen Laute, und führte von der Ausbildung am Conservatoire National de Marrakech hin zum Sideman der Fusion- Band „Jbara“. Mit der Band spielte er auf zahlreichen marokkanischen Festivals u.a. dem Essaouira Gnaoua Festival, dem Grand Festival de Casablanca und dem Mawazine in Rabat. An der Universität Erfurt, Deutschland, vertiefte er seine musiktheoretischen Kenntnisse bei dem Studium Musikvermittlung und Philosophie. Während des Studiums kollaborierte er mit vielen Jazzmusiker*innen und lotete mit ihnen spielerisch die Freiräume zwischen überlieferten Klängen aus dem Maghreb, aus Andalusien und dem Jazz aus. Daraus ist das „Alaa Zouiten Ensemble“ entstanden, das 2012 das Debüt-Album „Hada Makan“ veröffentlichte. Es folgte ein weiteres Studium der Musikwissenschaften (M.A. Transcultural Music Studies) an der Franz Liszt Hochschule für Musik in Weimar.
Mit einem Stipendium des Arab Fund for Arts and Culture arbeitet Alaa Zouiten 2015 an seinem zweiten Album „Talking Oud“. In diesen Kompositionen experimentiert er mit den stilistischen, technischen und ästhetischen Möglichkeiten der Oud. Das Resultat ist ein faszinierender Mix aus arabischem, andalusischen Jazz und Rock. Dieses Potential ist die Grundlage für die Zusammenarbeit von Alaa Zouiten mit hochkarätigen Musiker*innen in ganz verschiedenen Fusion-Projekten des musikalisch kosmopolitischen Berlins. Alaa Zouiten kuratiert in Berlin außerdem den »Arab Song Jam« und das »Gnaoua Festival«.
Besetzung
Andreas Brunn – Gitarre
Vladimir Karparov – Saxophon
Manuel Podhostnik – Schlagzeug
Roberto Badoglio – Klavier
Alaa Zouiten – Oud



